Kontakt:

Theater UBU
Alina Tinnefeld
Dornberger Straße 1
33615 Bielefeld

Tel.: 0157 567 841 96

A.Tinnefeld@gmx.de

Adresse:

Ostblock

Kulturhaus Bielefeld
Werner-Bock-Straße 34 c
33602 Bielefeld

Mach mit!

Wir suchen Dich
Lass uns Kunst zusammen machen! Tanzen, Theater spielen, Kostüme gestalten!

Verrückte Zeiten, verlangen verrückte Maßnahmen! Wir starten ab Mai mit einem neuen Theater&Tanzprojekt und suchen Dich dafür!

Geprobt wird draußen und drinnen, einzeln und in kleinen Gruppen. Je nachdem, was Möglich ist. Auf jeden Fall ist es möglich, Teil einer großen Inszenierung in Bielefeld und Hiddenhausen zu sein, mit vielen unterschiedlichen beteiligten Künstler*innen.

Es sind dabei, die inklusive Theatergruppe Plan B aus Bünde, die Kostümbildnerin Maren Galke aus Spenge, die Kulturwerkstatt Hiddenhausen, Yuri B. Anderson aus Zürich, ein Audiokünstler und eine Filmemacher*in … und DU … und natürlich die Tänzerin Agnetha Jaunich und die Theatermacherin Alina Tinnefeld.

Wir wissen, dass es für Euch super wichtig ist, Tanz und Theater in einer Gruppe live zu erleben und zu kreieren! Das Konzept ist so geplant, dass wir flexibel sowie filmische als auch Live Momente inszenieren werden und flexibel an die Corona Situation angepasst proben können. Wir liebäugeln damit, dass entwickelte Figuren und Sequenzen auch im nächsten Jahr nochmal in Erscheinung treten. Geplant ist zudem ein Videoaustausch mit dem Maxim Theater in Zürich.

Viele liebe Grüße

Alina, Agnetha und Yuri

Also, melde Dich gerne bei uns, mit und ohne Fragen, Vorerfahrungen sind nicht erforderlich!

Nur Mut, wir beißen nicht 😉

Oder rufe uns an.
Tel.: 0157 567 841 96

Probenstart: Anfang Mai
Phase 1: bis Anfang Juni – Sommerpause – Proben
Phase 2: Mitte August
Aufführungen: Ende September

Gefördert vom
Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Kulturamt Bielefeld

Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Informationen zum neuen UBU-Projekt:

Reload Lutterkolk & Spinnweib

Theater UBU & Community »TanzPROjekt« & Inklusive Theatergruppe »Plan B«

Ein spartenübergreifendes Theater&Tanzprojekt in Kooperation mit der inklusiven Theatergruppe Plan B, das im Freien stattfinden soll, mit Laien und Künstler*innen aus Bielefeld, Hiddenhausen und Lübbecke.

Thema werden alte, regionale und eher unbekannte Legenden und Mhyten sein, die künstlerisch bearbeitet werden. Verwurzelt im damaligen Alltagsleben vor langer Zeit, erzeugen viele lokale Geschichten und Charaktere eine andere Atmosphäre als die bekannten Märchen der Gebrüder Grimm und deren Adaption in Walt Disney Filmen.

So sprach man z. B. nicht von Burn-Out oder Depressionen, sondern der unsichtbare Alpdruck saß einem auf dem Rücken. Kinder wurden davon abgehalten in die Felder zu laufen, weil dort das Roggenweib auf sie wartete. Mädchen in den Spinnstuben rings um Bielefeld, wollte man durch die Geschichten des bösen Spinnweibs dazu bringen, auch nachts brav in ihren Spinnstuben zu bleiben.

Die Region um Bielefeld war im 19. Jahrhundert stark von der Textilindustrie geprägt – dadurch enstanden spezifische düstere Sagen und Mythen, wie die Geschichten des Spinnweibs von Jöllenbeck, die einerseits lokal überliefert wurden, andererseits Material für eine zeitgenössische Auseinandersetzung bieten.

Dieses Projekt beschäftigt sich insbesondere mit der Frage, was sie uns heute in einer multikulturellen Gesellschaft, noch zu erzählen haben.

Die Belebung alter, regional sehr spezifischer und im urbanem Raum wenig bekannter Figuren bedeutet, neben der künstlerischen Inspirationsquelle, auch eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der Region.

Im Hintergrund steht auch die Fragestellung, was verbindet Menschen mit der Region oder ihrer Stadt? Und den Menschen in dieser? Eine Verbundenheit die vielleicht förderlich ist, sich für die Region einzusetzen, ohne dabei auf nationalistische monokulturellen Erzählmuster zurück zugreifen, sondern etwas flexibleres, freies, plurales zu finden oder zu erfinden, was trotzdem spezifisch ist und sich mit anderem in Verbindung setzten kann. Eine spielerische Verwurzlung vielleicht. Eine Wiederentdeckung dieser Geschichten mit aktuellen Bezugspunkten.

Für das Theater UBU ist es wichtig sich weiter aktiv zu öffnen und inklusiver zu werden. Schön ist auch die Möglichkeit Menschen in Projekte ein zubinden, ohne das sie aktiv in der Gruppe UBU mitspielen. Interessant sind hier die Interviews mit älteren Menschen aus der eher ländlichen Region zu Mythen und Legenden, zum einen weil es ein generationsübergreifender Dialog ist, und zum andern einer zwischen Land und Stadt.

Interviews mit älteren Menschen, die selbst noch solche Geschichten erzählt bekommen haben, werden in ein audiokünstlerisches, musikalisches Gesamtkonzept einfließen: Welche Geschichten wurden in der Kindheit erzählt? An welche Sagen und Märchen kann man sich noch erinnern? Hat man keinen Bezug zu diesen Märchen und will man das auch nicht mehr? Das Projekt soll dadurch auch offen sein für andere mythische Erzählungen, sofern es einen biografischen Bezug dazu gibt.

Es soll ein Kostümgestaltungsworkshop unter der Leitung von Maren Galke aus Spenge geben.

Angedacht sind zwei Aufführungen an Orten in der Natur oder der Stadt in Hiddenhausen, und Bielefeld mit möglichst barrierefreiem Zugang mit Videoinstallationen und Live Momenten. Eine Collage aus Geschichten und Szenen aus lokalen Märchen, Sagen und Mythen – mit szenischem Spiel, Tanz, verbalen und non-verbalen Aktionen, Elementen des Physical Theaters und experimenteller Stimmarbeit, Live-Musik sowie biographischen Erzählmomenten.